Nordtour Teil 3

Am vergangenen Wochenende packte uns wieder die Lust den Norden zu rocken. Diesmal führte uns der Weg nach Kiel und Lübeck in Schleswig-Holstein.
Leider stand uns kein Bus zur Verfügung, so dass sich 5 Leute und eine Menge Equipment in einen „Passi“ quetschen mussten. Wir brauchten zwar immer ein Weilchen aus dem Auto zu steigen, aber durch Tobis „Pack-Künste“ mussten wir trotz allem auf nichts verzichten.

Freitag Mittag fiel der Startschuss. Durch Wind, Schnee, Eis und Kälte erkämpften wir uns den Weg zum Meer. Dabei quälten wir Tobi beim Fahren mit Keane bis kurz vorm Nervenzusammenbruch.
Wir hatten die Ehre den Abend in der Kieler Pumpe zu eröffnen. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, dass das Kieler Publikum wirklich cool drauf ist. Sie motivierten uns mit heftigem Applaus und dem üblichen Geschrei. Danach legten Paint und Sprottenrock aus Kiel los.
Übrigens danke an die Jungs von Sprottenrock fürs Bilder machen.

Gegen 1.00 Uhr entschlossen sich die Offmade-Jungs nicht mit den anderen 9 Musikerkollegen bei Sprottenrock zu übernachten, so dass wir uns nachts um 3.00 Uhr auf eine Stadtrundfahrt durch Kiel begaben. Natürlich hatte um diese Zeit weder eine Jugendherberge noch ein Hotel geöffnet … außer diverse 3-Sterne-Hotels: pro Person ca. 100 Euro. Da unser Budget sehr bescheiden ist und wir uns somit keine Luxussuiten leisten können, sahen wir uns schon in Schlafsäcken im Auto pennen. Nachdem wir uns alle Hotels und Sehenswürdigkeiten von Kiel gesehen hatten, fanden wir um ca. 5.15 Uhr - man bemerke: nach zweistündiger Nachttour!! - ein Hotel, das erstens geöffnet hatte und zweitens durch sein nettes Personal für uns erschwinglich war. Das „Wiking“ Hotel - der Tipp für Nachtschwärmer sollte es dann sein. Um 6.00 Uhr morgens hatten wir also endlich Betten, in die wir total geschafft fielen. Dank an dieser Stelle noch mal an den netten Herren an der Nachtrezeption.

Samstag um 11 Uhr setzten wir unsere 3. Norden-Tour fort. Wir machten uns auf den Weg nach Lübeck. Dort angekommen, stürzten wir erst mal zu unserer Hauptnahrungsquelle McDoof. Danach schauten wir uns die Lübecker Altstadt an und wie immer verbrachten wir viiiel Zeit im Musikladen, um zum x-ten Mal einen Bass für Nico auszusuchen.
Abends spielten wir im vollen Burgtor zusammen mit den Lübecker Bands Kein Kompromiss und Underground Earth. Auch hier in der Saunalandschaft - es war unbeschreiblich heiß - enttäuschte uns das nordische Publikum nicht.
Allerdings waren wir diesmal so schlau und besorgten uns vorher eine Unterkunft. Bei einem christlichen Verein kamen wir unter. Alkoholverbot auf den Zimmern, keine Lärmbelästigung … das war was für die Jungs! Aber dennoch waren wir sehr zufrieden.
Die Kunst war allerdings erst mal dorthin zu kommen. Ja, Lübeck ist eine wunderschöne Stadt: kleine Gassen, viele Kirchen und alte Gebäude … und eine Menge Einbahnstraßen, die Autofahrer in den Wahnsinn treiben sollen, damit sie in Zukunft ihr Auto außerhalb parken! Navigationssystem sinnlos! Man sieht, wo man hin muss, aber es ist unmöglich, einen Weg dorthin zu finden. Somit fuhren wir manche Straßen fünfmal entlang, umkreisten Kirchen x-mal und gelangten schließlich nur auf illegalem Weg zu unserem Ziel. Es ist doch eine Leistung für nicht mal 1 km Fluglinie eine Dreiviertelstunde zu brauchen, oder?!
Den Abend ließen Offmade in einer Rockkneipe mit ihren neu gewonnenen Fans ausklingen.

Nach einer kurzen Nacht unter dem Schutze des Herren schauten wir uns noch das berühmte 50 Mark-Schein-Holstener Tor (wer sich noch erinnert …) an - Fotos, Fotos, Fotos … - und machten uns dann auf den Weg gen Heimat.


So waren wir wieder mal im Norden im Auftrag der Musik unterwegs! Unsere Zukunft ist damit als Nachtstadtführer in Kiel oder Lübeck gesichert.